Sachsen · Rechtsstand 2026

Kaufnebenkosten Sachsen: rund 33.210 €

Wer in Sachsen eine Immobilie zum ortsüblichen Preis von rund 300.000 € kauft, zahlt zusätzlich etwa 33.210 € an Nebenkosten — 11,07 % obendrauf. Den größten staatlich festgelegten Anteil macht die Grunderwerbsteuer mit 5,5 % (16.500 €) aus. Bei Quadratmeterpreisen von 1.800 bis 2.800 € ist Sachsen eines der günstigsten Länder.

Steuersatz
5,5 %
Bei 300.000 € Kaufpreis
16.500 €
Preisniveau
1.800–2.800 €/m²
Gültig seit
1. Januar 2023

Kaufnebenkosten-Rechner

Alle Nebenkosten eines Immobilienkaufs: Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und Maklercourtage.

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Was kostet der Kauf in Sachsen konkret?

Die Kaufpreise liegen in Sachsen bei etwa 1.800 bis2.800 € pro Quadratmeter — für ein Haus mit 130 m² also rund300.000 €. Die folgende Tabelle rechnet um dieses Preisniveau herum. Notar und Grundbuch schlagen erfahrungsgemäß mit rund 2 % zu Buche, die Maklercourtage beim Privatkauf üblicherweise mit 3,57 % als Käuferanteil.

KaufpreisGrunderwerbsteuerNotar & GrundbuchMaklerNebenkostenGesamt
180.000 €9.900 €3.600 €6.426 €19.926 €199.926 €
240.000 €13.200 €4.800 €8.568 €26.568 €266.568 €
300.000 €16.500 €6.000 €10.710 €33.210 €333.210 €
375.000 €20.625 €7.500 €13.388 €41.513 €416.513 €
480.000 €26.400 €9.600 €17.136 €53.136 €533.136 €
600.000 €33.000 €12.000 €21.420 €66.420 €666.420 €

Banken finanzieren die Nebenkosten in der Regel nicht mit — bei300.000 € Kaufpreis müssen also rund 33.210 €aus Eigenkapital kommen, zusätzlich zum eigentlichen Eigenkapitalanteil.
Quadratmeterpreise sind Marktspannen zur Orientierung, keine amtliche Statistik; innerhalb eines Bundeslandes ist die Streuung erheblich.

Sachsen im Ländervergleich

  • Günstigstes LandBayern — 3,5 %
  • Teuerstes LandSchleswig-Holstein — 6,5 %
  • Bundesdurchschnitt5,56 %
  • Preisniveau im LändervergleichPlatz 13 von 16
  • Steuer-Differenz zu Bayern bei 400.000 €8.000 € mehr

Denselben Satz von 5,5 % erheben außerdem Bremen und Hamburg.

Achtung bei älteren Ratgebern: Sachsen hat den Satz zum 1. Januar 2023 von 3,5 % auf 5,5 % geändert. Quellen aus der Zeit davor nennen noch den alten Wert.

Häufige Fragen

Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer in Sachsen?
Der Steuersatz liegt bei 5,5 % des Kaufpreises und gilt unverändert seit dem 1.1.2023. Bei einem in Sachsen typischen Kaufpreis von 300.000 € entspricht das 16.500 €.
Wie viel Eigenkapital brauche ich für einen Hauskauf in Sachsen?
Allein für die Nebenkosten rund 33.210 €: 16.500 € Grunderwerbsteuer, etwa 6.000 € für Notar und Grundbuch sowie 10.710 € Maklercourtage als Käuferanteil. Banken finanzieren diese 11,07 % in der Regel nicht mit — sie kommen zum eigentlichen Eigenkapitalanteil hinzu.
Ist die Grunderwerbsteuer in Sachsen höher als anderswo?
Sachsen liegt 0,06 Prozentpunkte unter dem Bundesdurchschnitt von 5,56 %. Gegenüber Bayern (3,5 %) sind das bei einheitlich 400.000 € Kaufpreis 8.000 € mehr.
Wann wurde der Satz in Sachsen zuletzt geändert?
Zum 1.1.2023 — von 3,5 % auf 5,5 %. Ältere Ratgeber nennen deshalb teilweise noch den alten Satz.
Was kostet ein Quadratmeter Wohnfläche in Sachsen?
Als Orientierung liegen die Kaufpreise bei etwa 1.800 bis 2.800 € pro Quadratmeter — damit ist Sachsen eines der günstigsten Bundesländer. Innerhalb eines Landes ist die Spanne allerdings groß; Ballungsräume liegen deutlich über diesen Werten.
Welche Bundesländer haben denselben Steuersatz wie Sachsen?
Ebenfalls 5,5 % erheben Bremen und Hamburg. Der Steuersatz ist dort identisch — die tatsächliche Steuerlast unterscheidet sich trotzdem, weil die Immobilienpreise auseinanderliegen.

Andere Bundesländer

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