Neobanken

Neobanken: Wie sicher ist Ihr Geld dort wirklich?

Marcel Eichelberger
Veröffentlicht:

Neobanken: Wie sicher ist Ihr Geld dort wirklich?
Neobanken: Wie sicher ist Ihr Geld dort wirklich? Foto: Tranmautritam / Pexels
Inhalt11 Abschnitte · 8 Min.
  1. Was sind Neobanken?
  2. Wie funktioniert die Sicherheit des Geldes bei Neobanken?
  3. Für wen sind Neobanken geeignet?
  4. Für wen sind Neobanken weniger geeignet?
  5. Vorteile
  6. Nachteile
  7. Kosten
  8. Risiken
  9. Alternativen
  10. Häufige Fehler
  11. Fazit und Empfehlung

Was sind Neobanken?

Neobanken sind Kreditinstitute, die ihr Geschäft ausschließlich über Smartphone-App und Internet abwickeln und keine eigenen Filialen betreiben. Der Begriff wird häufig mit „Direktbank" gleichgesetzt, ist aber enger gefasst: Während klassische Direktbanken oft seit Jahrzehnten bestehen und Ableger großer Bankkonzerne sind, sind Neobanken jüngere, technologiegetriebene Anbieter, die ein schlankes Konto- und Kartenangebot mit moderner Benutzeroberfläche verbinden.

Manche Neobanken besitzen eine eigene deutsche oder europäische Banklizenz und nehmen damit selbst Einlagen entgegen. Andere agieren als sogenannte Kontoführungsplattform und kooperieren im Hintergrund mit einer lizenzierten Partnerbank, die das eigentliche Konto führt.

Dieser Unterschied ist für die Sicherheit des eingezahlten Geldes entscheidend, denn er bestimmt, wer im Ernstfall haftet und über welchen Einlagensicherungsfonds das Guthaben geschützt ist. Bekannt wurden Neobanken vor allem durch kostenlose oder günstige Girokonten, mehrsprachige Apps und schnelle Kontoeröffnung binnen wenigen Minuten.

Für Verbraucher stellt sich damit eine berechtigte Frage: Ist das Geld bei einem App-basierten Anbieter genauso sicher wie bei der Filialbank um die Ecke, oder bestehen versteckte Risiken, die bei der Wahl des Kontos berücksichtigt werden sollten?

Wie funktioniert die Sicherheit des Geldes bei Neobanken?

Die Sicherheit des Geldes bei einer Neobank hängt von einer Kette rechtlicher und technischer Absicherungen ab, die im Regelfall wie folgt greift:

  1. Zunächst prüft der Kunde, ob die Neobank selbst eine Vollbanklizenz besitzt oder ob sie über eine Partnerbank agiert. Diese Information findet sich meist im Impressum oder in den Nutzungsbedingungen unter dem Stichwort „Bankpartner" oder „kontoführendes Institut".
  2. Die lizenzierte Bank, bei der das Geld letztlich verwahrt wird, unterliegt der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) beziehungsweise, bei Sitz in einem anderen EU-Land, der dortigen nationalen Aufsichtsbehörde im Rahmen des europäischen Aufsichtssystems.
  3. Jede Bank mit Sitz in der Europäischen Union ist gesetzlich verpflichtet, ihre Kundeneinlagen bei einer Einlagensicherungseinrichtung abzusichern. In Deutschland ist das in der Regel die gesetzliche Entschädigungseinrichtung deutscher Banken oder ein anerkanntes Institutssicherungssystem.
  4. Kommt es zur Insolvenz der Bank, meldet die Entschädigungseinrichtung dies den Einlegern und zahlt geschützte Guthaben bis zur gesetzlichen Grenze aus. Dieser Vorgang soll innerhalb von sieben Arbeitstagen abgeschlossen sein.
  5. Guthaben oberhalb der Sicherungsgrenze sowie bestimmte Anlageformen, die nicht als Einlage gelten, sind von diesem Schutz ausgenommen und im Insolvenzfall Teil der allgemeinen Insolvenzmasse.

Für den Kunden bedeutet das: Nicht die Neobank als Marke sichert das Geld, sondern das im Hintergrund stehende lizenzierte Kreditinstitut und dessen Zugehörigkeit zu einem Einlagensicherungssystem. Wer eine Neobank ohne eigene Lizenz nutzt, sollte deshalb gezielt nachsehen, welche Partnerbank das Konto führt und in welchem Land diese ihren Sitz hat.

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Für wen sind Neobanken geeignet?

Neobanken eignen sich gut für Menschen, die ein unkompliziertes Girokonto für den Alltag suchen und Wert auf eine übersichtliche App, schnelle Überweisungen und Echtzeit-Benachrichtigungen bei Kartenzahlungen legen. Auch Vielreisende profitieren häufig von günstigen oder kostenlosen Fremdwährungszahlungen und flexiblen virtuellen Karten, die sich für einzelne Online-Käufe sperren lassen.

Berufstätige mit unregelmäßigem Einkommen, etwa Selbstständige oder Freelancer, schätzen oft die Möglichkeit, Unterkonten für Rücklagen anzulegen, ohne dafür ein zusätzliches Bankprodukt eröffnen zu müssen. Wer technisch affin ist und ungern in eine Filiale geht, findet in Neobanken eine praktische Ergänzung oder einen vollwertigen Ersatz zum klassischen Girokonto.

Auch jüngere Nutzer, die ihr erstes eigenes Konto einrichten, kommen mit den einfachen Registrierungsprozessen meist gut zurecht. Voraussetzung ist in jedem Fall, dass die genutzten Beträge innerhalb der gesetzlichen Einlagensicherung liegen und der Nutzer bereit ist, sich vorab kurz mit der Frage zu beschäftigen, welche Bank tatsächlich hinter dem Angebot steht.

Für wen sind Neobanken weniger geeignet?

Weniger geeignet sind Neobanken für Menschen, die auf eine persönliche Beratung in einer Filiale angewiesen sind, etwa bei komplexen Fragen zu Krediten, Baufinanzierungen oder Nachlassregelungen. Auch wer regelmäßig größere Bargeldbeträge einzahlen oder abheben muss, stößt bei App-basierten Banken schnell an Grenzen, da viele Anbieter keine oder nur eingeschränkte Bareinzahlungsmöglichkeiten über Partnerfilialen bieten.

Kunden mit hohem Guthaben, das die Grenze der Einlagensicherung übersteigt, sollten genau prüfen, ob und wie das übersteigende Vermögen abgesichert ist, statt es unbedacht auf einem einzigen Konto zu belassen. Wer im Streitfall Wert auf einen persönlichen Ansprechpartner legt, wird beim reinen Chat- oder Telefon-Support mancher Neobanken oft an Grenzen stoßen.

Auch ältere Menschen ohne Smartphone-Erfahrung oder mit eingeschränkter digitaler Kompetenz sind mit einem klassischen Konto samt Filiale häufig besser bedient, da Neobanken naturgemäß auf digitale Selbstbedienung setzen.

Vorteile

  • Die Kontoeröffnung erfolgt meist vollständig online und ist binnen wenigen Minuten abgeschlossen, was besonders bei kurzfristigem Bedarf, etwa für einen Zweitwohnsitz oder eine Reise, praktisch ist.
  • Viele Neobanken verzichten auf Grundgebühren oder verlangen deutlich niedrigere Kontoführungsentgelte als traditionelle Filialbanken, was bei einfacher Kontonutzung tatsächlich Geld spart.
  • Die Apps bieten in der Regel Echtzeit-Übersichten über Ausgaben, automatische Kategorisierung von Buchungen und Push-Benachrichtigungen, wodurch Nutzer ihre Finanzen engmaschiger im Blick behalten.
  • Internationale Überweisungen und Fremdwährungszahlungen sind bei mehreren Anbietern günstiger als bei klassischen Banken, was für Vielreisende und Menschen mit Auslandsbezug einen echten finanziellen Vorteil bedeutet.
  • Zusatzfunktionen wie virtuelle Karten, Unterkonten für Sparziele oder die einfache Kartensperrung per App erhöhen den Alltagskomfort deutlich gegenüber vielen älteren Bankprodukten.
  • Da die Einlagensicherung unabhängig vom Vertriebsweg gilt, profitieren Kunden bei ordnungsgemäß lizenzierten Anbietern vom gleichen gesetzlichen Schutz wie bei einer traditionellen Bank.
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Nachteile

  • Der Kundenservice läuft überwiegend über Chatbots oder begrenzte Telefonzeiten, sodass komplexe Anliegen oft langsamer oder umständlicher gelöst werden als in einer Filiale mit persönlichem Berater.
  • Nicht jede Neobank besitzt eine eigene Banklizenz, wodurch Kunden im Zweifel erst recherchieren müssen, welches Institut im Hintergrund tatsächlich für die Einlagensicherung zuständig ist.
  • Manche Anbieter haben ihren rechtlichen Sitz oder ihre Partnerbank außerhalb Deutschlands, was die Durchsetzung von Ansprüchen im Streitfall sprachlich und rechtlich erschweren kann.
  • Bargeldein- und -auszahlungen sind häufig nur über Partnernetzwerke wie Supermarktkassen möglich und mitunter gebührenpflichtig oder mengenmäßig begrenzt.
  • Manche Zusatzleistungen wie Versicherungen oder Cashback-Programme werden nur in einem kostenpflichtigen Premium-Tarif angeboten, was die vermeintliche Kostenersparnis des Basiskontos relativieren kann.

Kosten

Die Kosten einer Neobank setzen sich aus mehreren Bestandteilen zusammen, die je nach Anbieter und Kontomodell stark variieren. Ein Basiskonto ist bei vielen Anbietern kostenlos oder kostet einen einstelligen Euro-Betrag pro Monat, sofern bestimmte Mindestumsätze oder Guthabenbeträge erreicht werden.

Premium- oder Metal-Karten mit Zusatzleistungen wie Reiseversicherung oder erhöhten Bargeldlimits liegen dagegen häufig im Bereich von 5 bis 20 Euro monatlich, Stand 2025. Hinzu kommen mögliche Gebühren für Bargeldabhebungen jenseits eines Freikontingents, für Fremdwährungsumrechnungen außerhalb der Kernwährungszone sowie für Express-Überweisungen. Die folgende Tabelle zeigt typische Kostenpositionen, wie sie bei App-basierten Konten in Deutschland vorkommen.

PositionTypische Spanne
Kontoführung Basistarif0 bis 5 Euro pro Monat
Premium- oder Metallkarte5 bis 20 Euro pro Monat
Bargeldabhebung über Freikontingent1,50 bis 2,50 Euro pro Abhebung
Fremdwährungsgebühr außerhalb EU/EWR0 bis 2 Prozent des Betrags
Ersatzkarte5 bis 15 Euro einmalig

Wichtig ist der Blick ins jeweils gültige Preis- und Leistungsverzeichnis, da Anbieter ihre Konditionen regelmäßig anpassen. Wer ein Konto vor allem für den Alltag nutzt und selten Bargeld benötigt, kommt bei den meisten Neobanken mit dem kostenlosen oder günstigen Basistarif aus. Wer viele Auslandsreisen unternimmt oder größere Bargeldmengen bewegt, sollte die Gebührenordnung vor Vertragsschluss genau vergleichen, da sich hier je nach Nutzungsverhalten deutliche Unterschiede ergeben können.

Risiken

Das zentrale Risiko bei Neobanken liegt nicht in einer grundsätzlich geringeren Sicherheit des Geldes, sondern in der Unübersichtlichkeit der Struktur hinter manchen Angeboten. Wer nicht weiß, welche Bank die Einlagen tatsächlich verwahrt, kann im Insolvenzfall überrascht werden, etwa wenn sich herausstellt, dass die Partnerbank in einem anderen EU-Land sitzt und die Auszahlung der Entschädigung dadurch länger dauert oder in einer anderen Sprache abläuft.

Ein weiteres Risiko betrifft Guthaben oberhalb der gesetzlichen Sicherungsgrenze: Wer versehentlich mehr Geld auf einem Konto belässt, als durch die Einlagensicherung gedeckt ist, trägt für den übersteigenden Betrag im Insolvenzfall das volle Verlustrisiko.

Zudem bieten manche Neobanken neben dem klassischen Girokonto auch Anlageprodukte wie Tagesgeld über Drittanbieter oder Wertpapierdepots an; diese fallen teils unter die Anlegerentschädigung statt unter die Einlagensicherung, was einen anderen, oft geringeren Schutz bedeutet.

Technisch besteht außerdem das übliche Risiko von Phishing-Angriffen und Kontoübernahmen, das bei rein digitalen Banken tendenziell stärker im Fokus von Betrügern steht als bei Filialbanken, auch wenn die Sicherheitsstandards der etablierten Anbieter mittlerweile hoch sind.

Insgesamt ist die Wahrscheinlichkeit eines Totalverlusts bei einer ordnungsgemäß lizenzierten und beaufsichtigten Neobank gering, das Risiko liegt eher in Unwissenheit über die tatsächliche Kontostruktur als in der Bank selbst.

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Alternativen

  • Klassische Filialbanken bieten persönliche Beratung und ein breiteres Produktangebot inklusive Krediten und Baufinanzierungen, verlangen dafür aber häufig höhere Kontoführungsgebühren und sind bei einfachen Alltagsgeschäften weniger flexibel.
  • Etablierte Direktbanken ohne eigene Filialen kombinieren oft jahrzehntelange Erfahrung mit einer eigenen Banklizenz und bieten ein ähnliches digitales Erlebnis wie Neobanken, jedoch mit oft breiterem Produktangebot.
  • Genossenschaftsbanken und Sparkassen sind regional verankert, bieten persönliche Beratung vor Ort und unterliegen eigenen, häufig zusätzlich abgesicherten Sicherungssystemen, verlangen im Gegenzug meist höhere Gebühren für digitale Zusatzleistungen.
  • Mehrere Konten bei unterschiedlichen Banken zu führen kann sinnvoll sein, um größere Guthabenbeträge auf mehrere Einlagensicherungstöpfe zu verteilen und so die gesetzliche Sicherungsgrenze pro Institut voll auszuschöpfen.

Häufige Fehler

  • Viele Nutzer prüfen vor der Kontoeröffnung nicht, welche Bank tatsächlich die Einlagen verwahrt, und wundern sich im Zweifel, warum die Entschädigung über eine ihnen unbekannte Partnerbank abgewickelt wird. Ein Blick in das Impressum vor Vertragsschluss schafft hier Klarheit.
  • Guthaben wird häufig ohne Rücksicht auf die gesetzliche Sicherungsgrenze auf einem einzigen Konto angesammelt, wodurch im Insolvenzfall ein Teil des Vermögens ungeschützt bleiben kann. Eine Aufteilung auf mehrere Institute vermeidet dieses Risiko.
  • Zusatzprodukte wie Investment- oder Krypto-Angebote innerhalb der Neobank-App werden manchmal fälschlich für genauso sicher wie das Girokonto gehalten, obwohl sie einem anderen, oft schwächeren Schutzmechanismus unterliegen. Die Produktbeschreibung gibt hier Aufschluss.
  • Zugangsdaten und Zwei-Faktor-Authentifizierung werden teils nachlässig behandelt, etwa durch Weiterleitung von Bestätigungscodes an Dritte, was Betrügern bei rein digitalen Konten besonders leicht Kontozugriff verschafft.
  • Kontobewegungen und Gebührenabbuchungen werden seltener kontrolliert als bei einem gewohnten Filialkonto, wodurch unbemerkte Zusatzgebühren oder Fehlbuchungen länger unentdeckt bleiben können.
  • Bei der Kündigung eines Kontos wird oft übersehen, laufende Lastschriften und Daueraufträge rechtzeitig umzustellen, was zu Zahlungsausfällen bei Miete, Versicherung oder Abonnements führen kann.

Fazit und Empfehlung

Neobanken sind grundsätzlich genauso sicher wie klassische Banken, sofern die Einlagen bei einem lizenzierten und ordnungsgemäß beaufsichtigten Institut liegen und die gesetzliche Einlagensicherung greift. Entscheidend ist nicht die Marke der App, sondern die Bank im Hintergrund und deren Zugehörigkeit zu einem anerkannten Sicherungssystem.

Wer vor der Kontoeröffnung kurz prüft, welches Institut die Einlagen verwahrt, in welchem Land es sitzt und ob das eigene Guthaben innerhalb der Sicherungsgrenze bleibt, kann ein Neobank-Konto bedenkenlos für den Alltag nutzen.

Wer dagegen größere Vermögenswerte verwaltet, komplexe Bankgeschäfte benötigt oder auf persönliche Beratung Wert legt, ist mit einer traditionellen Bank oder einer Kombination aus mehreren Instituten besser beraten. Die App-basierte Bank ersetzt damit nicht immer das klassische Konto, ergänzt es aber in vielen Alltagssituationen sinnvoll.

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Häufige Fragen

Ist mein Geld bei einer Neobank genauso sicher wie bei einer klassischen Bank?
Ja, sofern die Neobank oder ihre Partnerbank eine gültige Banklizenz besitzt und Mitglied eines gesetzlichen Einlagensicherungssystems ist. Die Sicherheit hängt vom lizenzierten Institut im Hintergrund ab, nicht von der App selbst. Guthaben bis zur gesetzlichen Grenze ist im Insolvenzfall geschützt.
Bis zu welcher Höhe ist Geld bei Neobanken durch die Einlagensicherung geschützt?
Grundsätzlich sind Einlagen bei EU-Banken bis 100.000 Euro pro Kunde und Institut gesetzlich abgesichert. Wer mehr Guthaben hält, sollte den überschießenden Betrag auf ein weiteres Institut verteilen. Die genaue Grenze und Zuständigkeit sollte im Preis- und Leistungsverzeichnis der jeweiligen Bank nachgelesen werden.
Was passiert mit meinem Geld, wenn die Neobank insolvent wird?
Die zuständige Entschädigungseinrichtung informiert die Kunden und zahlt geschützte Guthaben in der Regel innerhalb von sieben Arbeitstagen aus. Voraussetzung ist, dass die Bank ordnungsgemäß lizenziert und Mitglied im Einlagensicherungssystem war. Guthaben oberhalb der Sicherungsgrenze wird Teil der Insolvenzmasse und ist nicht garantiert.
Wie erkenne ich, welche Bank hinter einer Neobank tatsächlich steht?
Diese Information findet sich meist im Impressum, in den Nutzungsbedingungen oder unter dem Stichwort Bankpartner beziehungsweise kontoführendes Institut. Dort ist erkennbar, ob die Neobank selbst über eine Lizenz verfügt oder mit einer Partnerbank zusammenarbeitet. Im Zweifel gibt der Kundenservice der Neobank Auskunft.
Sind Investment- oder Krypto-Angebote in Neobank-Apps genauso sicher wie das Girokonto?
Nein, solche Zusatzprodukte unterliegen meist einem anderen Schutzmechanismus als klassische Bankeinlagen, etwa der Anlegerentschädigung statt der Einlagensicherung. Der Schutzumfang ist dabei oft geringer als beim reinen Girokonto. Die jeweilige Produktbeschreibung gibt Auskunft über den konkreten Schutzstatus.
Lohnt sich ein Konto bei mehreren Neobanken gleichzeitig?
Ja, das kann sinnvoll sein, um größere Guthaben auf mehrere Einlagensicherungstöpfe zu verteilen und von unterschiedlichen Gebührenmodellen oder Zusatzfunktionen zu profitieren. Wichtig ist dabei, den Überblick über Daueraufträge und Gebühren bei jedem einzelnen Konto zu behalten. Für den reinen Alltagsgebrauch reicht meist ein Konto aus.
Was mache ich, wenn meine Neobank ihren Sitz im Ausland hat?
Auch Banken mit Sitz in einem anderen EU- oder EWR-Land unterliegen einer gesetzlichen Einlagensicherung, allerdings zuständig nach dem Recht des jeweiligen Sitzlandes. Die Kommunikation im Insolvenzfall kann dadurch in einer anderen Sprache oder über eine ausländische Behörde erfolgen. Vor der Kontoeröffnung lohnt sich ein Blick auf die Zuständigkeit im Preis- und Leistungsverzeichnis.
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